Freitag, 19. Februar 2010

31.7.09

Dieser Tag brachte eine lange Reise mit sich.
Er begann bereits um 6 Uhr morgens mit dem Packen unserer Koffer und einem ausgiebigen Frühstück.
Danach stand das Buspacken an, was immer schwere Arbeit bedeutete, denn alle Koffer mussten hoch auf das Dach des Busses. Dafür nahm Charles das Kommando in die Hand und hatte immer zwei freiwillige Schüler zur Hilfe.
Um 7.30 war die Abfahrt geplant, aber pünktlich kamen wir nie los. Das Ziel unserer heutigen Reise war das Stem Hotel in Nakuru.
Am Anfang hieß es wir würden sieben Stunden mit dem Bus unterwegs sein, aber Charles meinte man brauche nur vier bis fünf Stunden, da eine neue Straße gebaut wurde. Zum Glück hatte er auch recht denn die Busfahrten waren auf den holprigen Straßen nicht sehr angenehm.
Diese Fahrt war sehr interessant, da wir durch ein Gebiet fuhren in dem die Spuren der Unruhen von 2007 noch deutlich zu sehen waren. Timbcroa ist ein Ort, der am meisten unter den Unruhen litt. Wir fuhren auch durch noch übrig gebliebene Flüchtlingslager, die zwischen Eldoret und Nakuru liegen. Bei dem Anblick bekam man ein mulmiges Gefühl im Magen, da wir zum ersten Mal die Zelte der Flüchtlinge nicht nur im Fernsehen sondern direkt vor uns sahen.
Dies war für mich ein Augenblick an dem mir durch den Kopf ging, wie schlimm es den Leuten damals ergangen sein muss und was sie alles durchmachten.

Gleich darauf erlebten wir auch noch einen Unfall. Ein Lkw war von der Straße abgekommen und in einen Graben gekippt. Zum Glück wurde aber niemand schwer verletzt.
Bei der Fahrt überquerten wir auch den Äquator und das Rift Valley.
Als wir dann am Hotel ankamen, waren alle etwas kaputt von der abenteuerlichen Fahrt, obwohl wir „nur“ die ganze Zeit im Bus saßen. Trotzdem haben wir wieder viele Erfahrungen gesammelt.
Wir freuten uns schon auf den Pool im Hotel, doch als wir ihn sahen beschlossen wir lieber nicht schwimmen zu gehen. Das Wasser sah nämlich nicht sehr einladend aus ;).
Da wir noch Zeit hatten genossen wir nach kleineren Komplikationen mit dem Nationalpark einfach den Abend im Hotel und nahmen den Termin der Besichtigung des Parkes am nächsten Tag wahr.

Ein paar von uns sassen noch an der Bar und lauschten einem Musiker. Raimund erzählte, dass dieser Musiker aus verschiedenen Namen, die das Publikum ihm gab ein Lied dichtete. Also gab er unsere Namen ( alle drei Jenny’s, Albi, Marina) dem Sänger und dieser dichtete dann ein sehr amüsantes Lied über uns. Charles übersetzte für uns, da der Sänger manchmal auf Kikuyu sang.

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